Hast du dich auch schonmal auf deinen Heimatplaneten zurückgewünscht? Oder zumindest an einen Ort, an dem du ganz du selbst sein kannst?
Wenn Freund*innen mal wieder sagen: „Ich mag dich ja, aber du bist auf Dauer echt zu anstrengend.“ oder Kolleg*innen: „Du und deine abstrusen Ideen wieder.“ Wenn deine Familie nicht versteht, warum du dich zu Menschen desselben Geschlechts hingezogen fühlst – oder gar zu mehreren Geschlechtern und auch Menschen. Gleichzeitig. Wenn „Nimm doch mal ab.“ oder „Meine Güte, du bist ja viel zu dünn.“ deinen Alltag bestimmen. Kurzum: wenn deine Umgebung dich gern anders hätte als du bist – und das nur, weil du etwas anders bist als die anderen (dich gerne hätten).
Und manchmal wünschst du dir vielleicht selbst, einfach so zu sein wie all die anderen, weil das einfach so viel einfacher wäre. Aber wenn das so einfach wäre, wärst du ja gar nicht „anders“. Oder vielleicht doch?
Wir Menschen sind zutiefst soziale Wesen. Die neuere Sozialpsychologie geht sogar so weit zu sagen, dass unser Bild von uns selbst erst im Kontakt zu anderen Menschen entstehen kann und wir deshalb die Verbindung zu anderen Menschen genauso dringend benötigen wie Nahrung oder Schutz vor Gefahren. Wenn man aber ganz anders ist als die breite Masse um einen herum, kann es ganz schön schwierig werden, solche Verbindungen zu finden.
Lass uns gemeinsam ganz verschiedene Blicke darauf werfen, inwiefern du überhaupt „anders“ bist, und wann genau das so ist. Was dich als Mensch ausmacht, was du noch über dich lernen kannst, und wie die verschiedenen Systeme gestrickt sind, in denen du dich tagtäglich bewegst. Aufbauend auf diesem Wissen und Verständnis kannst du aktiver gestalten, wer du sein möchtest und wie du mit anderen kommunizierst, um wirklich du selbst sein zu können. Und wie du dir deine Welt so gestalten kannst, dass du dich zuhause und angekommen fühlst.
