In vielerlei Hinsicht bin ich anders als die meisten Menschen um mich herum. In so mancher Hinsicht bin ich auch genauso wie die meisten Menschen um mich herum.
Ich bin ambivertiert, body positive, bunt, Bücherwurm, Coachin, Dorfkind, Ehefrau, ehrlich, emotional, Erstakademikerin, Forscherin, Frau, Freiberuflerin, Generalistin, hinterfragend, Hobbyschneiderin, hochbegabt, hochsensibel, interdisziplinär, Jahrgang 1978, Katzenmensch, kinkfriendly, kreativ, lösungsorientiert, mehrgewichtig, mehrsprachig, neugierig, offen, pansexuell, Partnerin, polyamor, Psychologiestudentin, Quasselstrippe, selbstkritisch, sexpositiv, Sprachwissenschaftlerin, Stadtmensch, Systemikerin, Tagträumerin, tolerant, Trainerin, vielbegabt, Wirtschaftsinformatikerin, wissensdurstig, wohlwollend, Zuhörerin, Zwillingsmutter.
Die Liste ist nicht vollständig, aber immerhin alphabetisch sortiert für meinen inneren Monk. Schubladen mag ich nämlich nicht, aber wenn schon, dann sollten sie wenigstens ordentlich beschriftet sein.
In meinem Anderssein habe ich schon oft Situationen erlebt, in denen ich mich ausgeschlossen, einsam und unverstanden fühlte. Es gibt aber auch Menschen, bei denen ich ganz ich sein darf, mit allen Facetten, und mich nicht verstecken oder verstellen muss. Über die Jahre habe ich immer besser zu verstehen gelernt, wann und wie ich „dazugehöre“ – und wann nicht. Und wann ich das überhaupt möchte.
So beschäftigt mich das Spannungsfeld zwischen Individualität und gesellschaftlichen Normen, Stereotypen und Tabus schon seit langem, sowohl privat als auch beruflich. Dabei ist es mir wichtig, Probleme nicht nur zu betrachten und zu benennen, sondern vor allem Lösungen aus vielen verschiedenen Perspektiven heraus zu entwickeln. Ganz oft ist dabei offene und ehrliche Kommunikation der Schlüssel, um Fassaden abzubauen, Gräben zu überwinden und Verbundenheit zu schaffen.
In diesem Sinne: Das bin also ich. Und wer bist du?
